
Leistungen
Arbeitsvermittlung
Wir bringen Bewerberinnen und Bewerber mit verlässlichen Arbeitgebern in Deutschland zusammen. Zunächst lernen wir Ihre Erfahrung, Ihren Beruf und Ihre Ziele kennen. Anschließend wählen wir passende Stellen in Ihrer Branche aus.
Auf einen Blick
- Im kostenlosen Erstgespräch sprechen wir über Ihre Erfahrung, Ihren Beruf und Ihre Ziele.
- Wir bringen Sie mit verlässlichen Arbeitgebern in Deutschland zusammen, die zu Ihrer Branche passen.
- Wir unterstützen Sie beim deutschen Lebenslauf, beim Motivationsschreiben und bei der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch.
- Wir vermitteln berufliche Chancen in Logistik, Bau, Gastronomie und Gesundheit.
Bei der Jobsuche in Deutschland geht es zunächst nicht nur darum, welche Stellen offen sind. Ebenso wichtig ist, wie gut die Tätigkeit zu Ihrer Erfahrung, Ihren Sprachkenntnissen und Ihren Lebensumständen passt. Zwei Anzeigen mit derselben Berufsbezeichnung können sich bei den täglichen Aufgaben erheblich unterscheiden. In einem Lager steht beispielsweise das Kommissionieren im Vordergrund, während ein anderer Betrieb Bestandsführung, den Umgang mit Geräten und Versandkoordination erwartet. Wer diese Unterschiede vor der Bewerbung versteht, klärt die Erwartungen auf beiden Seiten.
Wie wird berufliche Erfahrung eingeordnet?
Ein aussagekräftiges berufliches Profil nennt nicht nur die Zahl der Berufsjahre. Es zeigt, welche Aufgaben Sie selbstständig erledigen können, welche Geräte Sie beherrschen, in welchen Betrieben Sie gearbeitet haben und welche Verantwortung Sie übernommen haben. Bei Küchenberufen sind etwa Erfahrung in der warmen Küche, Gemeinschaftsverpflegung und Konditorei getrennt zu betrachten. Bei Fahrberufen zählen Fahrzeugklassen und Transporterfahrung, in der Industrie Fertigungsverfahren, Messgeräte und der Umgang mit Arbeitssicherheit.
Schreiben Sie zur Vorbereitung einmal Ihren letzten Arbeitstag Schritt für Schritt auf. Was haben Sie zu Schichtbeginn getan, welche Probleme gelöst und wem Bericht erstattet? Diese einfache Übung macht Fähigkeiten sichtbar, die im Lebenslauf bislang fehlen. Ausbildungsnachweise und Arbeitszeugnisse sollten dazu passen. Erfahrung ohne schriftlichen Nachweis müssen Sie nicht verschweigen; besprechen Sie, wie sie beschrieben und gegebenenfalls belegt werden kann.
Was gehört in die Bewerbungsunterlagen?
Berufliche Stationen, Aufgaben, Ausbildung und Sprachkenntnisse sollten im Lebenslauf nachvollziehbar angeordnet sein. Stellenwechsel oder Beschäftigungspausen sind für sich genommen kein Nachteil. Entscheidend sind korrekte und bei Bedarf erklärbare Daten. Statt bei jeder Bewerbung denselben langen Text zu versenden, sollten Sie die zur Stelle passende Erfahrung hervorheben. Wenn Sie zunächst nur die angeforderten Unterlagen statt unnötiger persönlicher Dokumente beifügen, bleibt die Bewerbung übersichtlich.
Informationen zu den Bestandteilen einer Bewerbung und zu wichtigen Punkten im Arbeitsvertrag finden Sie in den Bewerbungshinweisen von Make it in Germany, dem Portal der Bundesregierung. Bewahren Sie aktuelle Dokumentversionen auf und notieren Sie, welchen Lebenslauf Sie wann an welchen Arbeitgeber geschickt haben. So vermeiden Sie, im Gespräch auf veraltete Angaben zurückzugreifen oder unterschiedliche Eintrittstermine zu verwechseln.
Das Vorstellungsgespräch als gegenseitige Einschätzung
Im Gespräch beantworten Sie nicht nur Fragen. Sie können auch herausfinden, ob die Stelle zu Ihnen passt. Fragen Sie nach täglichen Aufgaben, Teamgröße, Schichten, Arbeitsort und Einarbeitung. Beschreiben Sie, welche Gespräche Sie sicher führen können, statt Ihr Sprachniveau höher darzustellen, als es ist. Eine technische Tätigkeit zu beherrschen bedeutet nicht automatisch, sie ebenso sicher auf Deutsch erklären zu können.
Üben Sie, einige echte Arbeitssituationen kurz und verständlich zu schildern: Was war das Problem, was haben Sie getan und was war das Ergebnis? Klare Sätze helfen mehr als lange auswendig gelernte Antworten. Prüfen Sie vor Onlinegesprächen Verbindung, Ton und benötigte Unterlagen. Eine unverständliche Frage wiederholen zu lassen ist verlässlicher, als zu raten und dadurch falsch zu antworten.
Vergleichen Sie Angebote nicht nur nach dem Gehalt
Betrachten Sie Bruttogehalt, Wochenarbeitszeit, Überstundenregelung, Arbeitsort und Urlaubsbedingungen gemeinsam. Wird eine Unterkunft angeboten, klären Sie, wer dafür zahlt und ob Kosten vom Gehalt abgezogen werden. Auch Arbeitsweg und Lebenshaltungskosten am Wohnort beeinflussen, wie sich das Angebot im Alltag auswirkt. Dasselbe Bruttogehalt führt bei unterschiedlichen persönlichen Umständen nicht zum gleichen Nettoeinkommen.
Eine kleine Vergleichstabelle kann helfen. Tragen Sie bestätigte Angaben in eine Spalte und offene Fragen in eine andere ein. Prüfen Sie, wie wichtige mündliche Zusagen im schriftlichen Vertrag festgehalten sind. Insbesondere Aufgabenbeschreibung, Eintrittstermin und Probezeit sollten eindeutig sein. Lassen Sie unklare Vertragsklauseln vor der Unterschrift erläutern. Für rechtliche Bewertungen wenden Sie sich an eine entsprechend qualifizierte Fachperson.
Eine Stellenzusage ist nicht gleichbedeutend mit einer Arbeitserlaubnis
Die Zusage eines Arbeitgebers bedeutet nicht, dass bereits sämtliche Voraussetzungen für den Arbeitsbeginn in Deutschland erfüllt sind. Ob der Beruf reglementiert ist, wie Ihre Qualifikation bewertet wird und welcher Visa- oder Aufenthaltsweg passt, sind gesonderte Fragen. Gerade bei reglementierten Berufen kommt der Anerkennung oder Berufszulassung besondere Bedeutung zu. Die grundlegenden Unterschiede erläutern die offiziellen Informationen zur Anerkennung. Nicht für jede Person gelten dieselbe Unterlagenliste und derselbe Zeitplan.
Die Arbeitsvermittlung hilft dabei, Ihr berufliches Profil verständlich darzustellen und passende Vorstellungsgespräche vorzubereiten. Über die Einstellung entscheidet der Arbeitgeber; über behördliche Genehmigungen entscheiden die zuständigen Stellen. Planen Sie daher nicht mit einem garantierten Ergebnis oder einem verbindlichen Eintrittstermin, solange Schritte offen sind. Diese sollten klar benannt werden. Entscheidungen über Umzug oder Kündigung der bisherigen Stelle sollten auf bestätigten Informationen beruhen.
Vorbereitung auf das Erstgespräch
Ein aktueller Lebenslauf, Ausbildungsangaben, Ihr derzeitiges Sprachniveau und die gewünschten Arbeitsorte bilden eine gute Grundlage. Teilen Sie auch mit, wie Sie zu Schichtarbeit stehen, ob Ihre Familie mit umziehen soll und ab wann Sie verfügbar wären. Diese Angaben beeinflussen nicht nur die Stellensuche, sondern auch, ob die neue Beschäftigung langfristig zu Ihnen passt. Es ist völlig normal, noch nicht alles entschieden zu haben. Die Beratung dient auch dazu, offene Fragen sichtbar zu machen.
